Aus Anlass des Beginns des Dreißigjährigen Krieges vor 400 Jahren erinnern unter dem Leitspruch „Je weniger Klingen, je größere Herzen” fünf Museen des Landkreises Nordsachsen mit Sonderausstellungen an die Ereignisse im Großraum Leipzig. Auch das Städtische Museum Taucha ist an der Aufarbeitung dieser Thematik beteiligt
Bis zum 28. Oktober findet hier eine kleine Ausstellung mit dem Titel „Des Krieges Buchstaben“ statt. Taucha gehörte zwar nicht zu den Kampfgebieten der kriegerischen Auseinandersetzungen, war Durchgangs- und Übernachtungsort, hatte aber durch Flucht, Kälte, Hunger Seuchen, Brandstiftung, Hunger und Vergewaltigung auch stark zu leiden. Gab es vor dem Krieg noch 1200 Einwohner, war die Parthestadt danach auf 300 Einwohner dezimiert. Das Museum will in der Ausstellung zeigen, wie sich die Literatur mit dem Thema Krieg, Leid und Not, Hoffnung, Heldentum und Versagen schöpferisch auseinandergesetzt hat.
Dazu gibt es auch ein Rahmenprogramm:
Am Donnerstag, 14.06.2018, 18.00 Uhr findet im Städtischen Museum Taucha (Stadtbibliothek), Brauhausstraße 24, eine Buchlesung des Autors Jörg Olbrich aus seinem Buch “Der Winterkönig – Geschichten des Dreißigjährigen Krieges. Bd.1”, statt.
“Verwüstung, Hungersnöte, Armut und Pest kosteten zwischen 1618 und 1648 rund sechs Millionen Menschen das Leben. Der Auftakt der sechsteiligen Romanreihe „Geschichten des Dreißigjährigen Krieges“ überzeugt mit historischen Fakten und einer spannungsgeladenen Entwicklung”, heißt es im Begleittext zum Buch (hier voller Wortlaut).

Vorschau:
Am 5. September gibt es einen Vortrag „Leipzig und die Schweden“ und am 10. Oktober spricht Alexander Querengässer zum Thema „Militärmedizin – Versorgung im Felde“.