Diesmal ging es bei der Weihnachtsfeier des Heimatvereins nicht in Leipziger Gefilde, wie die MuKo oder Kabarett. Man blieb ganz bodenständig im Tauchaer Landgasthof “Gut Graßdorf” und lud zu einem im wahrsten Sinne des Wortes experimentellen Abend. Gemeint war damit aber nicht der Glühwein, der jedem Mitglied zur Begrüßung, auf einem echten Holzfeuer zubereitet, angeboten wurde, nein vielmehr ein hochprozentiges Getränk dessen zentrale Zutat der Wacholder ist. Heimatvereinsmitglied Nico Kermes (Feinbrand Taucha) hatte eine Gin-Verkostung vorbereitet und die Teilnehmer hatten aus vier unterschiedlichen Gin-Arten pur oder gemixt mit drei unterschiedlichen Tonic-Waters anhand einer Bewertungsmatrix ihren persönlichen Favoriten auszuwählen.
So unterschiedlich der Geschmack, so war auch das Urteil. Die einen favorisierten den finnischen Gin, die anderen den isländischen Wall Gin, die anderen den Heamont aus dem heimischen Weingut “Prinz zur Lippe” vom Schloß Proschwitz. Nico Kermes erläuterte dazu, dass Gin und Tonic als Heilmittel gegen Malaria angewendet wurde so zur Standardausrüstung der britischen Kolonialisten in Indien und Afrika gehörte. Passend zu den hochprozentigen Getränken gab es auch ein leckeres rustikales Büffet. Und Tom Richter, Sprecher es Tauchaer Jugendparlamentes und natürlich auch Mitglied des Heimatvereins untermalte den Abend musikalisch auf seinem Akkordeon.
Auf jeden Fall war es ein sehr unterhaltsamer Abend, wo man nicht nur über den Gin schnell ins Gespräch kam. Heimatvereinschef René Werner nahm die Gelegenheit war, sich für die aktive Teilnahme der Vereinsmitglieder bei den Aktionen des Heimatvereins zu bedanken und allen ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr zu wünschen.
Text: Matthias Kudra, Fotos: Reinhard Rädler