Das Stadtfest Tauchscher, das Osterfeuer, das Kartoffelfest oder der Weihnachtsmarkt leben seit 20 Jahren vom Engagement der rührigen Mitglieder des Vereins. Am 28. Mai 2017 feierten viele Mitglieder, Vertreter befreundeter Vereine und Unterstützer in einer lockeren Runde im Saal des Bowlingdschungel das Gründungsjubiläum. Jan Grepling begleitete den Tag mit seinem Saxophon.

Am 23. Januar 1997 wurde zur Gründungsversammlung von den 38 Anwesenden in den Räumen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums die Satzung angenommen – der Heimatverein Taucha war gegründet. Erster Vorsitzender wurde damals Dr. Klaus Gillardon, bevor dann Helmut Köhler, Steffen Pilz und zuletzt René Werner die Vereinsführung übernahmen.
Heute zählt der Verein etwa 70 Mitglieder. Mit dem „Entdeckerteam“ der Grundschule Am Park und der AG „Sagenhaftes Taucha“ der Regenbogenschule erleben jährlich mehr als 20 Kinder, betreut von Mitgliedern des Vereins, Heimatkunde und -geschichte hautnah.
Bürgermeister Tobias Meier der kurz nach der Vereinsgründung mit damals 19 Jahren selbst Mitglied geworden war, bestätigte dem Verein, „…das er das kulturelle Leben Tauchas in vielfältiger Weise mitgestaltet und so das Bild der Stadt mitgeprägt hat“ und er hofft, dass auch die Neu-Tauchaer sich in dieser Gemeinschaft mit einbringen.
Auch der Landtagsabgeordnete Jörg Kiesewetter (CDU) bestätigte den Mitgliedern des Heimatvereins gelebte Bürgerschaft, mit der sie sich für ihre Stadt uneigennützig engagieren.
Zum Doppeljubiläum 2020, dem 850. Jahrestag der Verleihung des Stadtrechtes und dem 800. Geburtstag des Rittergutsschlosses, wird der Heimatverein ein maßgeblicher Partner werden.

Der Volkschor Taucha nutzte seinen Auftritt im kulturellen Teil, um dem scheidenden Restaurantchef René Werner für die Gastfreundschaft zu danken, denn für die Proben konnte der Chor die Räumlichkeiten zu guten Konditionen nutzen. Werners Nachfolger Karsten Tran und seine Ehefrau Ngyen Hai sicherte den Sängerinnen und Sängern unter Beifall zu, diese Tradition fortsetzen zu wollen.
Seit Januar 2012 fand sich montags der Chor hier zu seinen Proben zusammen und hat in dieser Zeit 151 Lieder aller Genres und 40 Weihnachtslieder einstudiert. Das Lied von der „kleinen Kneipe in unserer Straße“ hatte Werner dabei am liebsten gehört, weil die Gesänge durch das Belüftungssystem auch unten in der Gaststätte zu hören waren. Er konnte es fast schon mitsingen. Das Lied durfte ihm zu Ehren natürlich auch nicht im Programm fehlen. Hier erfuhren die Gäste auch, dass die bisherige Chorleiterin, Katrin Gerstner, den Dirigentenstab an ihre Nachfolgerin, Meta-Elisabeth Kuritz, weitergeben wird.

René Werner nutzte auch gleich die Gelegenheit, um mit Klaus Mutterer und Winfried Alshut mit dem Bowling-Jahrfescup 2016/17 auszuzeichnen. Sie treffen sich hier meist aller 14 Tage und haben über 6000 Punkte erspielt.

Höhepunkt der Feierstunde war die Verleihung des 20. Parthepreises. Die kleine Skulptur stellt das Erkennungszeichen des Vereins mit einer knienden Frau dar, die Wasser aus einer Schale gießt, was das Fließen der Parthe symbolisieren soll. Der Bürgermeister und der Vereinschef überreichten die letzte der zwanzig Unikate dieser Figur gemeinschaftlich an Karin Fregin und Karin Döring. Beide sind Gründungsmitglieder und zählen seitdem zu den aktiven Stützen des Vereins. Die “Parthe” wird neben einer Erläuterungstafel zukünftig in der Bibliothek und im Städtischen Museum zu sehen sein.

Text und Fotos: Reinhard Rädler